DORA Compliance Checklist: Everything Financial Services Need in 2026
Einleitung
„Artikel 6 Absatz 1 der DORA verlangt von Finanzdienstleistungsunternehmen, dass sie einen ICT-Risikomanagement-Rahmen aufrechterhalten.“ Diese Regelung ist möglicherweise nicht die bekannteste, aber sie ist für die Compliance der Finanzbranche in Europa von entscheidender Bedeutung. Viele Unternehmen interpretieren diese Anforderung als bloße Haken-Übungen, was jedoch zu Audit- und Compliance-Versäumnissen führen kann. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen einen umfassenden Überblick über die DORA-Compliance geben, der für das Jahr 2026 von entscheidender Bedeutung sein wird.
Europa hat mit der Digital Operational Resilience Act (DORA) ein neues Sicherheitsniveau für den Finanzsektor eingeführt, das die Digitalisierung in den Mittelpunkt stellt. Die DORA soll die digitalen Risiken besser identifizieren und bewältigen, um die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten. Für europäische Finanzdienstleister bedeutet dies, dass sie ihre IT-Infrastruktur, Prozesse und Compliance-Mechanismen neu bewerten und ggf. anpassen müssen. Das Fehlen einer angemessenen Compliance kann zu hohen Bußgeldern, Audit-Misserfolgen, Betriebsunterbrechungen und Schädigung des Unternehmensansehens führen.
In diesem Beitrag werden wir tiefgehend in die Anforderungen einsteigen, die europäische Finanzdienstleister erfüllen müssen, und Ihnen einen umfassenden Compliance-Checklist für DORA 2026 an die Hand geben. Es ist unerlässlich, sich mit den spezifischen Anforderungen der DORA auseinanderzusetzen und einen fundierten Compliance-Plan zu entwickeln, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden.
Das Kernproblem
Jenseits der oberflächlichen Beschreibung der DORA-Anforderungen steckt ein Kernproblem. Die Realkost der Nichtbeachtung dieser Anforderungen kann beträchtlich sein: Betrachtet man die finanziellen Sanktionen, die Kundenvertrauensverluste, die Zeit, die in den Compliance-Prozessen verschwendet wird, und die potenzielle Risikoexposition, fällt auf, dass sich viele Finanzdienstleister in Europa mit einer kostspieligen und ineffizienten Compliance-Praxis auseinandersetzen.
Einige Organisationen haben es versäumt, die Komplexität der DORA-Anforderungen und die Bedeutung der digitalen Resilienz für ihre Geschäftsmodelle zu erkennen. Dies führt dazu, dass sie ihre Ressourcen ineffizient einsetzen und die Anforderungen nur oberflächlich erfüllen. Beispielsweise interpretieren sie Artikel 6 Absatz 1 der DORA als bloße Erstellung eines ICT-Risikomanagement-Rahmens, ohne die tieferliegenden Prinzipien und Prozesse zu berücksichtigen.
Die Realkosten solcher Fehleinschätzungen sind hoch. Eine Studie des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) schätzt, dass Nicht-EU-Konzerne jährlich bis zu 2,5 Milliarden Euro aufgrund nicht beachteter europäischer Compliance-Anforderungen verlieren. In Bezug auf die Compliance-Kosten selbst, können Unternehmen, die nicht proaktiv handeln, durchschnittlich 30 bis 50 Prozent ihrer Compliance-Ausgaben verschwenden, weil sie auf ineffiziente und nachträgliche Maßnahmen angewiesen sind.
Dieser Missverständnis und dieser ineffizienten Compliance-Praxis stehen die harten Fakten der DORA gegenüber. Artikel 24 Absatz 1 der DORA fordert z.B. die Einrichtung eines spezifischen Verfahrens zur Bewertung der digitalen Risiken, die von den Finanzdienstleistern erkannt werden müssen. Ohne ein grundlegendes Verständnis dieser Anforderungen und eine strategische Umsetzung der Compliance-Maßnahmen können Unternehmen nicht nur Bußgelder bis zu 2 Millionen Euro (Artikel 45 Absatz 5 der DORA) oder bis zu 6 Millionen Euro (Artikel 45 Absatz 6 der DORA) riskieren, sondern auch ihre operative Leistungsfähigkeit und das Vertrauen ihrer Kunden.
Warum ist dies dringend
Die aktuelle Situation macht es noch dringender, dass Finanzdienstleister ihre Compliance-Praxis anpassen. Kürzlich hat die Europäische Aufsichtsbehörde für das Bankenwesen und die Finanzdienstleistung (EBA) auf die Bedeutung der DORA hingewiesen und betont, dass Compliance eine Priorität für alle Finanzdienstleister in Europa sein sollte. Die strengen Anforderungen der DORA werden in den kommenden Jahren noch gestärkt, um den wachsenden Cyber-Risiken gerecht zu werden.
Darüber hinaus wächst der Druck durch den Markt. Kunden verlangen zunehmend nach Compliance-Zertifizierungen und erwarten von ihren Finanzdienstleistern, dass sie ihre Daten sicher und verantwortungsvoll verwalten. Nicht-Einhaltung der DORA kann daher zu einem Wettbewerbsnachteil führen, da Kunden ihre Geschäfte an Anbieter verlagern, die ihre Compliance nachweisen können.
Die Lücke zwischen dem, wo die meisten Organisationen momentan sind, und dem, wo sie sein müssen, ist signifikant. Eine Umfrage des Europäischen Networks and Information Security Agency (ENISA) hat ergeben, dass mehr als die Hälfte der Finanzdienstleister in Europa ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen noch nicht nach den Anforderungen der DORA anpassen konnte. Dies ist besorgniserregend, da nicht nur die finanziellen Sanktionen, sondern auch die langfristigen Folgen für das Geschäftsmodell und die Kundenzufriedenheit betroffen sind.
Es ist an der Zeit, dass sich Finanzdienstleister in Europa ernsthaft mit den Anforderungen der DORA auseinandersetzen und einen umfassenden Compliance-Checklist für 2026 entwickeln. In den nächsten Teilen dieses Beitrags werden wir tiefgehend in die spezifischen Anforderungen einsteigen, die Finanzdienstleister erfüllen müssen, und Ihnen einen detaillierten Überblick über die Schritte geben, die Sie unternehmen müssen, um Ihre Compliance sicherzustellen.
Der Lösungsansatz (400 Worte)
Um die Herausforderungen der DORA-Konformität wirksam zu bewältigen, ist ein schrittweiser Ansatz entscheidend. Einer der ersten Schritte besteht darin, ein umfassendes Verständnis der Anforderungen der Verordnung zu gewinnen. Dies umfasst die intensive Lektüre der Artikel 6 bis 10, die die Pflichten für Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) festlegen, sowie der Artikel 24 und 25, die die operative Resilienz betreffen.
Ein guter Start wäre es, ein eigenes Risikomanagementframework gemäß Artikel 6(1) DORA aufzustellen. Dies sollte nicht nur Form walten, sondern auch die Identifizierung, Bewertung und Beurteilung von Risiken beinhalten. Bewerten Sie die Schwachstellen in Ihrem System und entwickeln Sie Maßnahmen, um diese zu beheben. Ein Beispiel hierfür ist die regelmäßige Durchführung von Penetrationstests und die Überwachung von Zugriffen auf sensible Systeme.
Ein weiterer entscheidender Aspekt ist die Einhaltung der operativen Resilienz gemäß Artikel 24 DORA. Hierbei sollte Ihre Organisation in der Lage sein, ihre kritische ICT-Schutz- und Wiederherstellungskapazität kontinuierlich zu überwachen und an die sich ändernden Bedrohungslagen anzupassen. Dies kann erreicht werden, indem Sie regelmäßig Zusammenarbeit mit externen Experten pflegen und Ihre internen Fähigkeiten zur Krisenbewältigung ständig verbessern.
Um "gut" zu sein, ist es notwendig, diese Aspekte proactively zu managen und nicht nur auf die minimalen Anforderungen zu achten, die "nur Bestandsübernahme" gewährleisten. Ein ausgewogenes Verhältnis aus technologischer Vorsicht und Compliance-Fokus ist das, was Ihre Firma beim Umgang mit der DORA-Konformität erfolgreich macht.
Häufige Fehler, die zu vermeiden sind (300 Worte)
Eines der Hauptversehen von Organisationen ist das Übersehen der Bedeutung der DORA-Konformität. Zu oft wird sie alsチェック-Ausübung behandelt, ohne die tiefgreifenden Auswirkungen auf die operative Resilienz und die langfristige Glaubwürdigkeit der Organisation zu erkennen.
Ein weiterer häufiger Fehler ist die Untätigkeit in Bezug auf die kontinuierliche Überwachung und Bewertung von Risiken gemäß Artikel 6(1) DORA. Unternehmen, die diese Pflichten nicht ernst nehmen, setzen sich oft einer hohen Gefahr aus durch Cyberangriffe und regulatorische Sanktionen.
Ein dritter Fehler ist die Fehleinschätzung der operativen Resilienz gemäß Artikel 24 DORA. Unternehmen, die ihre ICT-Infrastruktur nicht auf ihre Ausfallsicherheit hin überprüfen oder nicht regelmäßig Testfall-Simulationen durchführen, sind in der Regel nicht in der Lage, einen ordnungsgemäßen Notfallplan durchzuführen, wenn es zu einem Ausfall kommt.
Um diese Fehler zu vermeiden, sollte Ihre Organisation eine proaktive und integrierte Compliance-Strategie verfolgen, die den gesamten Lebenszyklus der ICT-Risiken abdeckt, von der Identifizierung bis hin zur Behebung und anschließenden Überwachung.
Werkzeuge und Ansätze (400 Worte)
Die manuelle Compliance-Überwachung hat ihre Vor- und Nachteile. Einer der Hauptvorteile ist die Flexibilität bei der Anpassung an die besonderen Bedürfnisse Ihrer Organisation. Allerdings kann dies zu ineffizienten Prozessen und potenziellen Fehlern führen, insbesondere wenn große Mengen an Regelkonformitätsdaten verarbeitet werden. Die manuelle Überwachung funktioniert am besten, wenn Sie über eine kleine Organisation verfügen oder noch nicht bereit sind, in eine automatisierte Lösung zu investieren.
Ein alternativer Ansatz ist das Verwenden von Spreadsheets oder Governance, Risk and Compliance (GRC)-Tools. Diese haben den Vorteil, die Dokumentation und das Nachverfolgen von Compliance-Aktivitäten zu erleichtern. Allerdings sind sie oft auf die Eingabe von Daten angewiesen und bieten keine vollständige Automatisierung oder Integration mit anderen Systemen, was zu ineffizienten Prozessen führen kann.
Automatisierte Compliance-Plattformen wie Matproof bieten eine Reihe von Vorteilen, darunter die Erzeugung von Compliance-Richtlinien, die Sammlung von Beweisen von Cloud-Anbietern und das Monitoring von Endpunkten. Sie sind besonders nützlich, wenn Sie eine skalierbare, fortlaufende Compliance-Überwachung benötigen. Ein wichtiger Aspekt, den Sie bei der Auswahl einer Compliance-Plattform berücksichtigen sollten, ist die Möglichkeit, die gesamte Compliance-Journey abzudecken – von der Risikobewertung bis hin zur Berichterstattung und Korrekturmaßnahmen. Eine Plattform, die Ihre Daten in der EU lagern kann, ist ebenfalls von Vorteil, um die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und anderer EU-Datenschutzbestimmungen zu erfüllen.
Ehrlich gesagt, hilft Automation, wenn es darum geht, die Effizienz und Genauigkeit der Compliance-Überwachung zu verbessern. Jedoch ist sie nicht die Lösung für alle Compliance-Herausforderungen. In einigen Fällen kann eine Kombination aus manuellen Prozessen und automatisierten Werkzeugen die beste Option sein.
Getting Started: Ihre nächsten Schritte
Sobald Sie sich mit der Bedeutung der DORA-Konformität vertraut gemacht haben, besteht der nächste Schritt darin, eine klare Aktionsplanung zu erstellen. Hier sind fünf konkrete Schritte, denen Sie in dieser Woche folgen können:
Betriebliche Risikoanalyse: Bewerten Sie Ihre aktuellen ICT-Risiken anhand der Artikel 6 und 17 der DORA. Identifizieren Sie Schwachstellen und priorisieren Sie Bereiche, die sofortiges Handeln erfordern.
Risk Management Framework: Entwickeln Sie ein Risikomanagement-Rahmenwerk, das alle Anforderungen der DORA abdeckt und das auf Ihre spezifischen Geschäftsprozesse zugeschnitten ist.
Kompetenz und Schulung: Fortbilden Sie Ihr Team, insbesondere jene Mitglieder, die mit dem Risikomanagement und Compliance beauftragt sind. Nutzen Sie hierzu offizielle EU- und BaFin-Publikationen.
Technologiebewertung: Bewerten Sie Ihre technische Infrastruktur, um sicherzustellen, dass sie die Anforderungen der DORA erfüllt. Dies kann auch den Erwerb neuer Technologien umfassen.
Audit und Überwachung: Legen Sie einen Plan zur regelmäßigen Auditierung und Überwachung Ihrer Implementierung der DORA an. Dies schließt Überprüfungen der Richtlinien und Prozesse ein.
Für ausführlichere Informationen und Vorlagen können Sie die offiziellen Veröffentlichungen des Europäischen Parlaments und des Rates sowie Empfehlungen der BaFin heranziehen. Wenn Sie sich unsicher sind oder die Komplexität der Vorschriften überwältigend erscheinen, sollten Sie in Betracht ziehen, externe Hilfe einzuholen. Jedoch können Sie hier und jetzt einen schnellen Erfolg erzielen, indem Sie eine erste Risikobewertung durchführen und sofort Maßnahmen zur Minderung der identifizierten Risiken ergreifen.
Häufig gestellte Fragen
Frage 1: Muss ich alle ICT-Risiken ermitteln oder sind nur bestimmte relevant für die DORA?
Nein, nicht alle ICT-Risiken sind für die DORA relevant. Sie sollten sich auf solche konzentrieren, die eine signifikante Auswirkung auf Ihre Geschäftsprozesse und die Integrität Ihrer Dienste haben können. Artikel 6(1) der DORA fordert Sie auf, ein umfassendes Risikomanagement-Rahmenwerk aufzubauen, das alle potenziellen Risiken abdeckt, die Ihre Geschäftsmodell bedrohen können.
Frage 2: Wie kann ich sicherstellen, dass meine Implementierung der DORA effektiv ist?
Dazu benötigen Sie ein robustes Überwachungs- und Auditsystem, das Ihre Implementierung kontinuierlich prüft und Anpassungen vornimmt, wenn notwendig. Artikel 17 der DORA betont die Notwendigkeit, regelmäßige Bewertungen durchzuführen, um die Effektivität der Maßnahmen, die Sie ergriffen haben, um Risiken zu.managen, zu überprüfen.
Frage 3: Welche Rolle spielt die Mitarbeiterbildung bei der DORA-Konformität?
Die Mitarbeiterbildung ist entscheidend. Sie müssen sicherstellen, dass alle relevanten Mitarbeiter, insbesondere diejenigen, die für ICT-bezogene Aufgaben zuständig sind, über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um die Anforderungen der DORA zu erfüllen. Dies umfasst die Schulung hinsichtlich der Identifizierung, Bewertung und Behandlung von Risiken.
Frage 4: Kann ich die DORA-Konformität mit vorhandenen Systemen überprüfen oder muss ich neue Technologien einsetzen?
Dies hängt von der Funktionalität Ihrer bestehenden Systeme ab, wie Artikel 6(1) der DORA festlegt. Sollte Ihre Infrastruktur die Anforderungen nicht erfüllen, müssen Sie möglicherweise neue Technologien einsetzen oder bestehende Systeme aktualisieren.
Frage 5: Gibt es Sanktionen für Nichteinhaltung der DORA?
Ja, es gibt Sanktionen. Artikel 27 der DORA besagt, dass Unternehmen, die gegen die Vorschriften verstoßen, mit Geldbußen bis zu 6.000.000 EUR oder 10 % des jährlichen Gesamtumsatzes rechnen müssen, abhängig von welcher Sanktion stärker ist. Deshalb ist es entscheidend, dass Sie sich um die Einhaltung der Vorschriften kümmern.
Schlüsselerkenntnisse
Zusammenfassend haben wir die wichtigsten Anforderungen der DORA für Finanzdienstleister im Jahr 2026 hervorgehoben. Hier sind die Hauptpunkte:
- Eine holistische Risikobewertung basierend auf den spezifischen Anforderungen der DORA ist unerlässlich.
- Die Implementierung eines Risikomanagement-Rahmenwerks, das alle Anforderungen der DORA abdeckt, ist entscheidend.
- Ein robustes Audit- und Überwachungssystem ist für die kontinuierliche Bewertung der Effektivität Ihrer Maßnahmen erforderlich.
- Die Schulung von Mitarbeitern ist entscheidend, um die DORA-Richtlinien zu verstehen und umzusetzen.
- Nichts Konformität kann zu hohen finanziellen Sanktionen führen.
Als nächstes sollten Sie mit der Entwicklung oder Überarbeitung Ihres Risikomanagement-Rahmenwerks beginnen. Denken Sie darüber nach, ob Sie externe Hilfe benötigen oder ob Sie dies intern übernehmen möchten. Matproof kann Ihnen dabei helfen, dieses Prozess zu automatisieren und die Komplexität der Anforderungen der DORA zu mindern. Um eine kostenlose Bewertung ICT-Risiken und die Anforderungen der DORA zu erhalten, besuchen Sie unsere Website: Matproof Contact.