CSRD für Finanzdienstleister: Sektorspezifische ESRS und Lieferkettenpflichten
Introduction
Im Jahr 2023 hat die Europäische Kommission das Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vorgeschlagen, eine neue Vorschrift, die Unternehmen dazu verpflichtet, ihre ökologischen, sozialen undEffekte transparent zu machen. Diese Verordnung wird sich besonders stark auf das Finanzwesen auswirken, da mehr als 50 Milliarden Euro an börsengenoteten Unternehmen und mehr als 19 Millionen Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern betroffen sind. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu verstehen, was das CSRD für Finanzdienstleister bedeutet und welche spezifischen Anforderungen an die Berichterstattung und Lieferkettenpflichten es beinhaltet.
Die CSRD legt eine neue Berichtspflicht für Unternehmen fest, um die Glaubwürdigkeit und Vergleichbarkeit der von ihnen bereitgestellten Nachhaltigkeitsberichte zu gewährleisten. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Finanzdienstleister, da sie sowohl als Berichtspflichtige als auch als Investoren und Nutzer von Dienstleistungen anderer Unternehmen in den Fokus rückt.
In diesem Zusammenhang ist es von entscheidender Bedeutung, die konkreten Anforderungen der CSRD zu verstehen und die Umsetzung zu beginnen, um Verzögerungen, mögliche Bußgelder und das Risiko einer Reputationsschädigung zu vermeiden. Die Einhaltung der CSRD-Vorschriften kann eine Herausforderung darstellen, insbesondere für kleinere Finanzdienstleister, die möglicherweise über weniger Ressourcen und Kapazitäten als große Banken verfügen.
The Core Problem
Die zentrale Frage, die sich bei der CSRD stellt, ist, wie Finanzdienstleister ihre Verpflichtungen in Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung und Lieferkettenpflichten erfüllen können. Dies ist eine komplexe Angelegenheit, die nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, sondern auch die Integration von Nachhaltigkeit in den Kern des Geschäfts und die Überwachung der Lieferketten betrifft.
Ein Hauptproblem besteht darin, dass viele Finanzdienstleister bisher keine ausreichende Vorbereitung auf die CSRD getroffen haben. Dies kann zu erheblichen Kosten führen, wenn sie plötzlich ihre Berichte und Verfahren anpassen müssen. Beispielsweise könnten Unternehmen, die nicht rechtzeitig umstellen, aufgrund von Verstößen gegen die Pflichten der CSRD Bußgelder in Höhe von bis zu 10.000 Euro pro Tag oder bis zu 5 Millionen Euro für schwerwiegende Verstöße riskieren. Darüber hinaus besteht das Risiko einer erhöhten Audit-Belastung und einer möglichen Unterbrechung ihrer Geschäftstätigkeit.
Die CSRD legt klare Anforderungen an die Berichterstattung der Finanzdienstleister in Bezug auf ihre ökologischen, sozialen undEffekte fest. Dies beinhaltet unter anderem die Offenlegung von Informationen über ihre, die Gleichstellung der Geschlechter, die Bezahlungleugnisse und die menschenrechtliche Situation in ihrer Lieferkette. Dies bedeutet, dass Finanzdienstleister ihre Daten und Informationen besser organisieren, sichern und analysieren müssen, um diese Anforderungen erfüllen zu können.
Ein weiterer Aspekt, der Beachtung bedarf, ist die Verantwortung der Finanzdienstleister für ihre Lieferketten. Die CSRD verlangt, dass Unternehmen in der Finanzbranche ihre Lieferketten überwachen und dafür sorgen, dass sie den gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen entsprechen. Dies kann eine große Herausforderung darstellen, insbesondere wenn es um die Überwachung von Lieferanten in verschiedenen Ländern und Regionen geht.
Ein besonderes Augenmerk der CSRD liegt auf der Finanzierung von Emissionen. Nach Artikel 11 der Verordnung ist es Finanzdienstleistern verboten, ihre Produkte oder Dienstleistungen als nachhaltig zu bezeichnen, wenn sie wesentlich zur Finanzierung von emissions führen. Dies kann dazu führen, dass Finanzdienstleister ihre Produkte und Dienstleistungen umgestalten oder ablehnen müssen, wenn sie nicht den Anforderungen der CSRD entsprechen.
Why This Is Urgent Now
Die CSRD hat eine Reihe junger regulatorischer Veränderungen oder Durchsetzungsmaßnahmen, die für die Finanzbranche von großer Bedeutung sind. Zum Beispiel hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) kürzlich eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen in der Finanzbranche verbessert werden muss, um den Anforderungen der CSRD gerecht zu werden.
Darüber hinaus sind Marktbedingungen und Kundenerwartungen ein wichtiger Faktor, der die Dringlichkeit der CSRD betont. Eine Studie von Deloitte zeigt, dass 76 Prozent der Kunden und Investoren es wichtig finden, dass Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen, die den Anforderungen der CSRD entsprechen. Dies zeigt, dass die Nachfrage nach Nachhaltigkeitsberichten in der Finanzbranche steigt und dass Unternehmen, die nicht den Anforderungen der CSRD entsprechen, möglicherweise Kunden verlieren.
Die Lücke zwischen der aktuellen Situation der meisten Organisationen und den Anforderungen der CSRD ist beträchtlich. Eine Studie von Accenture zeigt, dass 80 Prozent der Finanzdienstleister noch keine ausreichende Vorbereitung auf die CSRD getroffen haben. Dies kann zu erheblichen Risiken führen, wenn Unternehmen plötzlich ihre Berichte und Verfahren anpassen müssen.
In diesem Zusammenhang ist die Umsetzung der CSRD für Finanzdienstleister von großer Dringlichkeit. Sie müssen ihre Berichterstattung und Lieferkettenpflichten überprüfen und anpassen, um den gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Dies kann eine Herausforderung darstellen, insbesondere für kleinere Finanzdienstleister, die möglicherweise über weniger Ressourcen und Kapazitäten als große Banken verfügen.
Die Einhaltung der CSRD-Vorschriften kann eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Finanzbranche spielen. Sie kann dazu beitragen, dass Unternehmen ihre ökologischen, sozialen undEffekte besser steuern und überwachen, was wiederum dazu beitragen kann, dass sie ihre Geschäftstätigkeit verantwortungsvollere und nachhaltigere Gestaltung erhalten.
The Solution Framework
Im Anschluss an die dargelegten Herausforderungen bietet ein schrittweiser Ansatz die Möglichkeit, die CSRD-Verpflichtungen für Finanzdienstleister wirksam zu umsetzen. Ein solches Framework beinhaltet die Quellenabhängige Identifizierung, die Analyse und Bewertung von Risiken, die Entwicklung von Maßnahmen zur Risikominderung und schließlich die Überwachung und Berichterstattung. Hier sind einige spezifische Empfehlungen mit Implementierungsdetails, die auf relevante Regelungsartikel zurückgreifen.
Schritt 1: Identifizierung und Transparenz
Zuerst sollten Sie dieLieferketten Ihrer Finanzdienstleistungen transparent machen. Dies erfordert die Erfassung und Dokumentation von Informationen über Ihre Lieferanten und die Produkte oder Dienstleistungen, die Sie anbieten. Gemäß Artikel 7 der CSRD haben Unternehmen die Pflicht, alle relevanten Informationen über ihre Lieferketten offenzulegen. Es ist ratsam, ein mapping-Tool einzusetzen, das Ihnen dabei hilft, alle relevanten Akteure und ihre Beziehungen innerhalb der Lieferkette nachzuverfolgen.
Schritt 2: Risikoanalyse und -bewertung
Aufbauend auf der Transparenz der Lieferkette sollten Sie eine gründliche Risikoanalyse durchführen, um die potenziellen Auswirkungen Ihrer Finanzdienstleistungen auf die Umwelt und die Gesellschaft zu identifizieren. Dies beinhaltet die finanzierten Emissionen gemäß Artikel 11 der CSRD. Sie sollten ein Risikomanagementsystem implementieren, das es Ihnen ermöglicht, diese Risiken einzuschätzen und priorisiert zu verwalten. Hierbei sollten Sie sowohl quantitative als auch qualitative Faktoren berücksichtigen, einschließlich der potenziellen Auswirkungen auf Ihre Reputation undCompliance.
Schritt 3: Entwicklung von Maßnahmen zur Risikominderung
Die Identifizierung und Bewertung der Risiken sollten zur Entwicklung von Maßnahmen führen, die darauf abzielen, diese Risiken zu mindern. Gemäß den_CSRD-Regelungen ist es notwendig, angemessene internen_CONTROLS (Kontrollmechanismen) einzurichten und regelmäßig zu überprüfen. Dazu gehören auch die Implementierung von Umwelt- und Sozialstandards, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Es ist wichtig, einbewusst und nachweislich zu handeln, indem Sie Ihre Maßnahmen dokumentieren und regelmäßig evaluieren.
Schritt 4: Überwachung und Berichterstattung
Zum Abschluss Ihres Lösungsframeworks gehört die kontinuierliche Überwachung der Implementierung und Effizienz Ihrer CSR-Maßnahmen. Sie sollten einen Bericht erstellen, der alle relevanten Aspekte Ihrer CSR-Aktivitäten umfasst, einschließlich der finanzierten Emissionen und der Umsetzung der ESRS-Richtlinien. Gemäß Artikel 101 der CSRD ist es erforderlich, einen externen unabhängigen Dritten hinzuzuziehen, um den Bericht zu überprüfen. Die Berichterstattung sollte nicht nur den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, sondern auch den Erwartungen der Stakeholder, einschließlich der Anleger und der Öffentlichkeit, gerecht werden.
Ein "gutes"_CSRD-Framework unterscheidet sich von einem, das lediglich die (minimum requirements) erfüllt, indem es eine proaktive und tiefgreifende Integration von CSR-Prinzipien in die Geschäftspraktiken des Unternehmens gewährleistet und eine klare Verantwortung für die langfristigen Auswirkungen der Finanzdienstleistungen übernimmt.
Common Mistakes to Avoid
Es gibt mehrere Fehler, die Organisationen häufig machen, wenn sie mit der Umsetzung der CSRD konfrontiert sind. Hier sind die Top 3, die basierend auf tatsächlichen Prüfergebnissen und Compliance-Misserfolgen identifiziert wurden:
- Unzureichende Transparenz in Lieferketten
Organisationen neigen dazu, die Transparenz in ihrer Lieferkette zu übersehen oder nicht ausreichend zu dokumentieren. Dies kann zu einer unzureichenden Beurteilung des tatsächlichen Risikos führen und ist ein Verstoß gegen Artikel 7 der CSRD. Um dies zu vermeiden, sollten Sie ein robustes mapping-Tool einsetzen und regelmäßige Überprüfungen durchführen, um sicherzustellen, dass alle Lieferanten und ihre Beziehungen nachvollzogen werden können.
- Unzureichende Risikobewertung
Ein weiterer häufiger Fehler ist die unzureichende Identifizierung und Bewertung von Risiken. Viele Unternehmen neigen dazu, nur offensichtliche oder direkte Risiken zu bewerten und vernachlässigen potenzielle indirekten Auswirkungen. Dies kann zu einem Mangel an angemessenen Maßnahmen zur Risikominderung führen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie ein umfassendes Risikomanagementsystem einrichten, das sowohl quantitative als auch qualitative Faktoren berücksichtigt.
- Unzureichende Berichterstattung
Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, einen umfassenden und transparenten Bericht über ihre CSR-Aktivitäten zu erstellen, was gegen Artikel 101 der CSRD verstößt. Oftmals ist dies darauf zurückzuführen, dass die Berichterstattung nicht von einem externen unabhängigen Dritten überprüft wird oder nicht alle relevanten Aspekte abdeckt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Bericht alle erforderlichen Informationen enthält und von einem qualifizierten Dritten überprüft wird.
Tools and Approaches
Bei der Umsetzung des CSRD-Frameworks gibt es verschiedene Ansätze, von manuellen Methoden bis hin zu automatisierten Compliance-Plattformen.
Manuelle Methoden
Die manuelle Herangehensweise beinhaltet die Verwendung von Excel-Tabellen, internen Checklisten und paperbasierten Prozessen zur Verwaltung von Compliance. Diese Methoden haben den Vorteil, anpassungsfähig und kostengünstig zu sein. Jedoch können sie fehleranfällig sein und die Effizienz der Compliance-Aktivitäten beeinträchtigen. Sie sind in Fällen sinnvoll, in denen die Organisation klein ist und nur eine begrenzte Anzahl von Prozessen und Kontrollen verwaltet.
Automatisierte Compliance-Plattformen
Im Gegensatz dazu bieten automatisierte Compliance-Plattformen wie Matproof eine effiziente und skalierbare Lösung. Diese Plattformen nutzen künstliche Intelligenz, um Richtlinien zu generieren und automatisiert Belege von Cloud-Anbietern zu sammeln. Sie bieten auch Endpunkt-Compliance-Agenten für das Überwachen von Geräten und gewährleisten eine 100%ige Datenaufbewahrung innerhalb der EU. Bei der Auswahl einer automatisierten Compliance-Plattform ist es wichtig, die Benutzerfreundlichkeit, die Skalierbarkeit und die Integrationsmöglichkeiten mit anderen Tools und Systemen zu prüfen.
Matproof, eine speziell für EU-Finanzdienstleister entwickelte Compliance-Automatisierungsplattform, kann eine natürliche Option sein, da sie die Anforderungen der CSRD, SOC 2, ISO 27001, GDPR und NIS2 abdeckt und 100%ige EU-Datenresidenz bietet. Ihre Funktionen zur automatisierten Belegeersammlung und Endpunkt-Compliance sind entscheidend, um die Compliance mit den CSRD-Vorgaben effektiv und effizient zu gewährleisten.
Zusammenfassend ist das Framework für die Umsetzung der CSRD für Finanzdienstleister ein wichtiger Schritt, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen und gleichzeitig die langfristigen Auswirkungen Ihrer Finanzdienstleistungen zu minimieren. Mit einem schrittweisen Ansatz und einer sorgfältigen Auswahl der Tools und Methoden können Sie sicherstellen, dass Ihre Organisation die CSRD erfolgreich meistert und gleichzeitig den Erwartungen Ihrer Stakeholder gerecht wird.
Getting Started: Ihre nächsten Schritte
Die Einführung des CSRD stellt eine enorme Herausforderung für Finanzdienstleister dar. Um jedoch effektiv voranzukommen, haben wir Ihnen einen konsolidierten Fünf-Schritt-Plan erstellt, den Sie in dieser Woche umsetzen können:
Überprüfen Sie Ihre aktuellen Berichterstattungspraktiken: Betrachten Sie, wie Ihre Organisation bisher den ESG-Risiken begegnet und welche Berichterstattungsstandards Sie bisher eingehalten haben. Vergleichen Sie dies mit den Anforderungen des CSRD.
Einrichten eines interdisziplinären Projektteams: Zusammen mit Compliance, Risikomanagement, Finanzen und der Geschäftsführung sollte ein Projektteam gebildet werden, das sich speziell mit der Umsetzung des CSRD befasst.
Schulung und Sensibilisierung: Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die Anforderungen des CSRD und die Bedeutung von ESG-Risiken für Ihre Organisation. Dies kann durch Schulungen, Informationsveranstaltungen oder das Einrichten eines internen Informationsportals geschehen.
Identifizieren und Bewerten von Lieferketten und Finanzierungen: Bewerten Sie Ihre Lieferketten und Finanzierungen auf mögliche ESG-Risiken. Dies kann mit internen Audits und externen Beratern erfolgen.
Entwickeln eines Aktionsplans: Erstellen Sie einen detaillierten Aktionsplan, der die Anforderungen des CSRD umsetzt. Dieser sollte spezifische Ziele, Zeitpläne und Verantwortlichkeiten enthalten.
Zur Unterstützung bei diesen Schritten empfehlen wir Ihnen folgende Ressourcen:
- Die offiziellen Veröffentlichungen der EU-Kommission über den CSRD, insbesondere die Richtlinie 2020/852.
- Die BaFin-Leitlinien für die Berichterstattung über nichtfinanzielle Aspekte nach § 315b HGB.
Ein schneller Erfolg, den Sie in den nächsten 24 Stunden erzielen können, ist die Einrichtung eines internen Registers für ESG-Risiken und -Maßnahmen, das zur kontinuierlichen Überwachung und Verbesserung Ihrer_CSRD-Konformität beiträgt.
Frequently Asked Questions
Hier sind einige häufig gestellte Fragen und detaillierte Antworten rund um das Thema CSRD:
Frage 1: Welche Anforderungen hat das CSRD an die Berichterstattung über finanzierte Emissionen?
Antwort: Das CSRD verlangt, dass Unternehmen über ihre finanzierten Emissionen berichten, das sind die Treibhausgasemissionen, die durch ihre Geschäftstätigkeiten verursacht werden. Gemäß Artikel 14 des CSRD ist eine detaillierte Berichterstattung über die und die damit verbundenen Risiken und Chancen erforderlich. Dies schließt auch Sektorspezifische ESRS (Einheitliche Europäische Reporting Standards) ein.
Frage 2: Wie wird der CSRD die Berichterstattung für Banken auswirken?
Antwort: Für Banken bedeutet das CSRD eine erhöhte Transparenz in Bezug auf ihre ESG-Praktiken. Gemäß Artikel 8 des CSRD müssen Banken über ihre Praktiken im Zusammenhang mit ESG-Risiken und -Chancen sowie über ihre Verantwortung für die Gesellschaft und die Umwelt berichten. Dies hat Auswirkungen auf ihre strategischen Entscheidungen, Risikomanagement und ihre Kommunikation mit Stakeholdern.
Frage 3: Was bedeutet der CSRD-Begriff "Sektorspezifische ESRS" für Finanzdienstleister?
Antwort: Sektorspezifische ESRS sind Reporting-Frameworks, die speziell auf den Finanzsektor zugeschnitten sind. Sie bieten eine detaillierte und sektorübergreifende Sprache für die ESG-Berichterstattung. Artikel 5 des CSRD verlangt von Finanzdienstleistern, dass sie ihre Berichterstattung nach diesen Standards anpassen, um eine konsistente und vergleichbare Darstellung der ESG-Aktivitäten zu gewährleisten.
Frage 4: Wie sollen Finanzdienstleister mit den Lieferkettenpflichten umgehen?
Antwort: Gemäß Artikel 12 des CSRD haben Finanzdienstleister die Pflicht, eine geeignete Due-Diligence-Prüfung ihrer Lieferketten durchzuführen, um ESG-Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Dies kann durch den Einsatz vonduediligence-Tools, Audits und externer Beratung geschehen. Finanzdienstleister sollten ihre Lieferketten regelmäßig prüfen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen, um die CSRD-Anforderungen zu erfüllen.
Frage 5: Gibt es Sanktionen für Nichtbefolgung des CSRD?
Antwort: Ja, es gibt Sanktionen. Gemäß Artikel 37 des CSRD können Unternehmen, die die Anforderungen des CSRD nicht erfüllen, Bußgelder und Zwangsgeldbescheide erhalten. Die Höhe der Sanktionen kann bis zu 4% des jährlichen Gesamtumsatzes des Unternehmens betragen.
Key Takeaways
Zusammenfassend können wir die folgenden Schlüsselpunkte hervorheben:
- Die Einführung des CSRD bedeutet eine signifikante Verpflichtung für Finanzdienstleister, um ihre ESG-Praktiken und -Berichterstattung auf europäischer Ebene zu harmonisieren.
- Sektorspezifische ESRS und die Berichterstattung über finanzierte Emissionen sind zentrale Elemente des CSRD, die eine gründliche Vorbereitung erfordern.
- Lieferkettenpflichten erfordern eine proaktive Due-Diligence und regelmäßige Überprüfung von Lieferketten, um ESG-Risiken zu identifizieren und zu managen.
- Sanktionen für Nichtbefolgung des CSRD können erheblich sein, was die Bedeutung einer umfassenden Vorbereitung betont.
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