Einleitung
In der schnelllebigen Landschaft von Finanzdienstleistungen ist die digitale Betriebsstärke nicht mehr ein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Das Europäische Parlaments- und Rates Digitaler Betriebsstärke-Akt (DORA) zielt darauf ab, die gesamte IT-Sicherheit und dieoperationsstabilität der Finanzbranche durch das Einführen strenger Vorschriften zu erhöhen. Ein entscheidender Aspekt von DORA ist Artikel 26, der sich auf die fortgeschrittenen Tests von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT)-Werkzeugen, Systemen und Prozessen (TLPT) konzentriert. Dieser Artikel geht auf die Details von DORA's Artikel 26 ein, untersucht seine Auswirkungen auf Finanzorganisationen und bietet einen Leitfaden für die Einhaltung der Vorschriften.
Schlüsselanforderungen
DORA-Artikel 26 verlangt, dass Finanzorganisationen fortgeschrittene Tests ihrer Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT)-Werkzeuge, Systeme und Prozesse durchführen. Das zentrale Ziel besteht darin, sicherzustellen, dass diese Systeme gegen mögliche Bedrohungen widerstandsfähig sind und Cyberangriffe überstehen können. Hier sind die wichtigsten Anforderungen, die unter Artikel 26 festgelegt sind:
Eindringversuche: Finanzorganisationen müssen regelmäßige und systematische Eindringversuche durchführen, einschließlich von geführten Eindringversuchen (TLPT) ihrer ICT-Systeme und Prozesse.
Identifikation kritischer Funktionen: Organisationen müssen ihre kritischen Funktionen identifizieren und sicherstellen, dass diese häufiger und umfassender getestet werden.
Simulation realer Bedrohungen: Die Tests müssen reale Bedrohungen simulieren, um die Wirksamkeit von ICT-Werkzeugen und Systemen in Bezug auf die Vorbeugung, Erkennung und Reaktion auf solche Bedrohungen zu bewerten.
Eskalation von kritischen Ergebnissen: Alle kritischen Ergebnisse aus TLPT müssen an die Führungskräfte weitergegeben und schnellstmöglich angesprochen werden.
Dokumentation und Berichterstattung: Organisationen sind verpflichtet, umfassende Unterlagen über ihre Testaktivitäten und Ergebnisse zu führen, die bei Anfrage den zuständigen Behörden berichtet werden müssen.
Ausbildung und Fertigkeitsentwicklung: Finanzorganisationen müssen sicherstellen, dass ihr Personal ausreichend ausgebildet und über die erforderlichen Fähigkeiten zum Durchführen effektiver TLPT verfügt.
Umsetzungsanleitung
Um die in DORA-Artikel 26 festgelegten Anforderungen effektiv umzusetzen, sollten Finanzorganisationen die folgenden praktischen Schritte unternehmen:
Risikobewertung: Beginnen Sie mit einer gründlichen Risikobewertung, um Schwachstellen in ICT-Systemen und Prozessen zu identifizieren. Dies hilft, die zu testenden Bereiche zu priorisieren.
Entwicklung eines Testrahmens: Richten Sie einen klaren Rahmen für das Durchführen von Eindringversuchen ein, einschließlich der Häufigkeit, des Umfangs und der Methodik.
Einbindung qualifizierter Fachleute: Stellen Sie oder beauftragen Sie externe Experten mit spezialisierten Fähigkeiten in der Cyber-Sicherheitsprüfung, um sicherzustellen, dass TLPT effektiv durchgeführt wird.
Simulation von Angriffen: Simulieren Sie regelmäßig Cyberangriffe, um die Resilienz von ICT-Systemen zu testen und Verbesserungsbereiche zu identifizieren.
Überprüfung und Aktualisierung: Überprüfen und aktualisieren Sie regelmäßig die Testmethoden, um Schritt zu halten mit sich wandelnden Cyberbedrohungen.
Notfallpläne: Entwickeln und üben Sie Notfallpläne, um schnell und effektiv zu handeln, im Falle einer Verletzung.
Dokumentations-Kompliance: Führen Sie detaillierte Aufzeichnungen aller Testaktivitäten, einschließlich Daten, Methoden, Ergebnisse und Sanierungsmaßnahmen.
Personalausbildung und -Bewusstsein: Investieren Sie in die kontinuierliche Ausbildung und Entwicklung des Personals, um ihm das Umgehen mit Cyberbedrohungen zu ermöglichen.
Häufige Fallen
Beim Umsetzen von DORA-Artikel 26 sollten Finanzorganisationen die folgenden häufigen Fehler vermeiden:
Regelmäßige Aktualisierungen vernachlässigen: Cyberbedrohungen entwickeln sich schnell, und so sollten auch Testmethoden. Das Fehlen von Aktualisierungen der Testrahmen kann Organisationen anfällig machen.
Kritische Funktionen ignorieren: Das Fehlen der Identifizierung und Priorisierung von Test für kritischen Funktionen kann zu erheblichen operativen Risiken führen.
Unzureichende Dokumentation: Unzureichende Unterlagenführung kann zu Schwierigkeiten bei der Nachweisführung der Compliance führen und die Fähigkeit beeinträchtigen, von früheren Tests zu lernen.
Unzureichende Personalausbildung: Ohne adäquate Schulung können Mitarbeiter möglicherweise Bedrohungen nicht erkennen oder effektiv reagieren, was zu möglichen Verletzungen führen kann.
Schwere der Ergebnisse unterschätzen: Das Nicht-Eskalieren und Nicht-Behandeln von kritischen Ergebnissen schnell kann für eine Organisation erhebliche Folgen für ihre operative Stärke haben.
Wie Matproof hilft
Matproofs Compliance-Management-Plattform vereinfacht den Prozess der Verfolgung und Beweisanziehung für Artikel 26-Anforderungen. Mit Funktionen wie automatisierter Dokumentation und Berichterstattung stellt Matproof sicher, dass Finanzorganisationen ihre Einhaltung effektiv und effizient nachweisen können und gleichzeitig Tools für die kontinuierliche Verbesserung ihrer ICT-Risikomanagementprozesse zur Verfügung stellen.
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