NIS22026-02-0811 min Lesezeit

NIS2 Management Liability: Why C-Suite Should Care About Cybersecurity

NIS2 Management Liability: Warum sollte das C-Suite über Cybersicherheit besorgt sein?

Einleitung

Es ist nicht nur legitim, sondern auch verständlich, dass viele Führungskräfte im C-Suite Schwierigkeiten haben, sich der Bedeutung der Cybersicherheit voll und ganz zu verschreiben. Die Komplexität der Technik, die stetige Entwicklung von Bedrohungen und die Tatsache, dass Cybersicherheit oft als reine Kostenpost gestaltet wird, führen dazu, dass viele Manager lieber auf Investitionen in Marketing oder Expansion setzen. Doch wenn Sie dies tun, übersehen Sie eine entscheidende Wahrheit: Im Kontext des NIS2-Rahmenwerks ist die Cybersicherheit für europäische Finanzdienstleister von entscheidender Bedeutung. Mit steigenden Geldstrafen, Audit-Misserfolgen, Betriebsunterbrechungen und Reputationsschäden steht viel auf dem Spiel. In diesem Artikel werden wir tiefe Einblicke in die Verantwortlichkeiten des Managements nach NIS2 geben und herausarbeiten, warum diese für Sie von entscheidender Bedeutung sind.

Lassen Sie uns einleuchten, dass die Cybersicherheit kein Nebenaspekt, sondern ein zentrales Anliegen des Managements ist, das nicht nur von regulatorischer Seite, sondern auch aus Sicht der wettbewerbsfähigen Positionierung Ihres Unternehmens beachtet werden muss.

Das Kernproblem

Zuallererst müssen wir verstehen, dass Cybersicherheit mehr als nur eine technische Angelegenheit ist. Sie betrifft auch die Managementverantwortung und die strategische Planung. Ein tiefer Einblick in die Realkosten von Cyberrisiken zeigt, dass das Ignorieren dieser Herausforderung Milliardenbeträge an Wert und unvorhersehbare Risiken mit sich bringen kann.

Betrachtet man die finanziellen Auswirkungen, fällt auf, dass die durchschnittlichen Kosten für Cyberangriffe in der Finanzbranche in den letzten Jahren rapide gestiegen sind. Laut einem Bericht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beliefen sich diese im Jahr 2022 auf durchschnittlich 5,7 Millionen EUR pro Finanzinstitut. Diese Kosten decken nicht nur die direkten Schadenskosten, sondern auch die langfristigen Auswirkungen wie das Abrutschen von Kunden, die Reputationsverluste und die erhöhten Kosten für den Compliance-Aufwand.

Ein grundlegendes Missverständnis vieler Organisationen besteht darin, Cybersicherheit lediglich als Compliance-Aufgabe zu betrachten. Sie denken, dass sie einfach die Vorschriften erfüllen und dann fortfahren können, als wäre nichts geschehen. Doch das NIS2-Rahmenwerk legt viel stärkere Anforderungen an die Verantwortlichkeiten des Managements nahe, insbesondere hinsichtlich der Risikobewertung und der Einführung angemessener Sicherheitsmaßnahmen.

Es ist auch wichtig, auf die spezifischen regulatorischen Verweise einzugehen, die diese Verantwortlichkeiten betreffen. Artikel 14 NIS2 fordert von Organisationen, dass sie ein Verfahren zur Identifizierung und Bewertung von Risiken einführen und geeignete technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Dies zeigt, dass es nicht nur darum geht, die zu erfüllen, sondern auch aktiv an der Verbesserung der Cybersicherheitskultur in der Organisation mitzuwirken.

Warum dies dringend ist

In den letzten Jahren hat es eine spürbare Verschärfung der regulatorischen Anforderungen in Bezug auf Cybersicherheit gegeben. Das NIS2-Rahmenwerk stellt höhere Standards für Organisationen im Energie-, Verkehrs- und Finanzsektor dar, einschließlich der Finanzdienstleister. Diese Veränderungen haben nicht nur rechtliche, sondern auch strategische Auswirkungen.

Eindrucksvoll ist auch der Druck, der sich aufgrund des Marktes entwickelt hat. Kunden in der Finanzbranche fordern zunehmend Sicherheitszertifikate und Compliance-Bescheinigungen, um sicherzustellen, dass ihre Daten sicher sind und dass ihre Anbieter die erforderlichen Standards erfüllen. Diese Forderung ist nicht nur ein Wettbewerbsvorteil, sondern auch ein Muss, um den Vertrauensverlust zu vermeiden und das Geschäftsmodell auf lange Sicht zu sichern.

Die Wettbewerbsdisadvantagen der Nichtkonformität sind offensichtlich: Organisationen, die den Anforderungen von NIS2 nicht gerecht werden, sind einer Reihe von Strafen und Sanktionen ausgesetzt. Darüber hinaus besteht die Gefahr, sich technisch hinterherzuhängen, da die Cyberbedrohungen ständig weiterentwickeln und die Sicherheitsmaßnahmen ständig an neue Gefahren angepasst werden müssen.

Lassen Sie uns zusammenfassen: Die Diskrepanz zwischen den momentanen Fähigkeiten vieler Organisationen und den Anforderungen von NIS2 ist beträchtlich. Während viele nur die Grundanforderungen erfüllen, besteht die Notwendigkeit, proaktiv zu werden und die Cybersicherheit als Kernaspekt der strategischen Planung und des Managements zu betrachten.

In Teil 2 dieses Artikels werden wir uns mit praktischen Ansätzen befassen, wie das C-Suite die Managementverantwortlichkeiten nach NIS2 umsetzen kann, um die Cybersicherheitsrisiken effektiv zu bewältigen und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig sicherzustellen.

Die Lösungsstruktur

In der Welt der Finanzdienstleistungen und regulatorischen Anforderungen ist ein schrittweiser Ansatz notwendig, um die Herausforderungen der NIS2-Verordnung zu bewältigen und die Verantwortlichkeit der Führungsebene im Bereich der Informationssicherheit effektiv zu steigern. Um dies zu erreichen, bieten wir Ihnen eine Reihe von Handlungsempfehlungen und spezifischen Umsetzungsdetails an.

Zunächst sollte Ihre Organisation ein klares Compliance-Framework etabliert haben, das die Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten im Hinblick auf die Informationssicherheit klärt. Dies sollte in Einklang mit den Artikeln 8 und 9 der NIS2-Verordnung stehen, die die Rolle von Mitgliedstaaten und der Europäischen Union bei der Festlegung von Sicherheitsmaßnahmen betreffen.

Zweitens ist es entscheidend, die Implementierung von Bedrohungsbewertungen und Risikobewertungen nachzuweisen, die auf Artikel 13 der NIS2-Verordnung abgestimmt sind. Hierbei sollten Sie sicherstellen, dass alle wesentlichen Systeme und Prozesse Ihrer Organisation in die Risikobewertung einbezogen werden.

Drittens, basierend auf diesen Bewertungen, sollten Sie ein robustes Sicherheitsmanagementsystem schaffen, das auf Artikel 14 der NIS2-Verordnung aufbaut, der die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen vorschreibt. Ein solches System sollte sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen beinhalten und regelmäßig aktualisiert werden.

Sollte eine Organisation "nur das Mindeste" erfüllen, um den Anforderungen der NIS2-Verordnung gerecht zu werden, besteht das Risiko, dass diese nicht ausreichend vor Cyberbedrohungen geschützt ist. Ein "gutes" Compliance-Level hingegen bedeutet, dass eine Organisation ihre Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich überwacht und verbessert und einen proaktiven Ansatz zur Cybersicherheit verfolgt.

Häufige Fehler, die zu vermeiden sind

Einer der Hauptfehler, die Organisationen bei der Umsetzung von NIS2-Vorschriften machen, ist die mangelnde Einbindung der Führungsebene in den Compliance-Prozess. Dies führt oft dazu, dass wichtige Entscheidungen verzögert oder nicht effektiv umgesetzt werden. Stattdessen sollten die Führungsebene und der Vorstand aktiv an der Entwicklung und Überwachung der Compliance-Strategie beteiligt sein.

Ein weiterer Fehler ist die Unterberücksichtigung der wachsenden Bedrohung durch Cyberangriffe und die daraus resultierenden finanziellen und reputativen Risiken. Organisationen, die ihre Cybersicherheitsstrategie nicht an die neuesten Gefahren anpassen, sind anfälliger für schwerwiegende Störungen und hohe Bußgelder in Höhe von bis zu 17 Millionen EUR pro Verstoss, wie es Artikel 18 der NIS2-Verordnung vorschreibt.

Schließlich wird die mangelnde Validierung und Überprüfung der Umsetzung der Compliance-Maßnahmen von vielen Organisationen als kritischer Fehler betrachtet. Dies kann dazu führen, dass wichtige Schwachstellen übersehen werden, die später zu schwerwiegenden Sicherheitslücken führen können. Es ist daher wichtig, regelmäßige Audits durchzuführen und die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen kontinuierlich zu bewerten.

Werkzeuge und Ansätze

Die manuelle Compliance-Verwaltung ist eine Option, die für kleinere Teams oder Organisationen mit begrenzten Ressourcen sinnvoll sein kann. Sie bietet die Möglichkeit, alles handgreiflich zu kontrollieren und ist kostengünstig. Jedoch ist sie zeitaufwändig und es besteht das Risiko von Fehlern, wenn die Dokumentation und Überwachung nicht ordnungsgemäß erfolgen.

Ein zweites Werkzeug, das vielen Organisationen zur Verfügung steht, ist die Verwendung von Tabellenkalkulationsprogrammen oder GRC-Software (Governance, Risk & Compliance). Diese bietet die Möglichkeit, Daten zentral zu speichern und Berichte zu erstellen. Die Hauptbeschränkung hierbei ist jedoch die mangelnde Integration mit anderen Systemen und die potenzielle Fehlzeit von Updates und Warnungen, was die Echtzeitüberwachung erschwert.

Im Gegensatz dazu bieten automatisierte Compliance-Plattformen wie Matproof eine effizientere und umfassendere Lösung. Sie sind speziell für Finanzdienstleister in der EU entwickelt und unterstützen die Einhaltung der DORA, SOC 2, ISO 27001, GDPR und NIS2. Mit der Fähigkeit, automatisierte Beweise von Cloud-Anbietern zu sammeln und Endpunkte auf Compliance zu überwachen, verringern sie die Compliance-Aufwand erheblich.

Wenn Sie eine automatisierte Compliance-Plattform auswählen, achten Sie darauf, dass sie die Anforderungen der NIS2-Verordnung erfüllt und die Möglichkeit bietet, die Umsetzung von Maßnahmen und die Erfüllung der Vorgaben nachzuvollziehen. Sie sollten auch eine hohe Datenresidenz und Sicherheit bieten, um die Anforderungen an die Datenschutz- und Informationssicherheit in der EU zu erfüllen. Matproof präsentiert sich hierbei als eine Option, die diese Kriterien erfüllt und durch seine 100%ige EU-Datenresidenz und seine spezifische Ausrichtung auf die europäische Finanzbranche von Interesse sein kann.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Automatisierung nicht immer die beste Lösung ist. Sie ist für große Organisationen mit vielen Compliance-Anforderungen und für solche, die schnell und präzise Datensammlungen und -bewertungen benötigen, vorteilhaft. Für kleinere Organisationen oder solche, die noch nicht über ausreichend Ressourcen verfügen, kann ein manuelles oder semi-automatisiertes Vorgehen ausreichend sein. Wichtig ist, die individuellen Bedürfnisse Ihrer Organisation zu analysieren und die beste Compliance-Lösung entsprechend auszuwählen.

Einstieg: Ihre nächsten Schritte (300 Worte)

Als Mitglied der Führungsebene sollten Sie unmittelbar Maßnahmen zur Umsetzung der NIS2-Vorgaben ergreifen. Hier ist ein konkreter 5-Schritt-Plan, den Sie in dieser Woche beginnen können:

  1. Grundlagen recherchieren: Lesen Sie die offiziellen EU-Veröffentlichungen und BaFin-Leitlinien, um sich mit der NIS2-Richtlinie und deren Auswirkungen auf die Führungsebene vertraut zu machen.
  2. Interne Audits durchführen: Bewerten Sie den aktuellen Stand der Informationssicherheit und Compliance in Ihrem Unternehmen.
  3. Gruppe einrichten: Gründen Sie eine Task-Force bestehend aus dem Compliance- und IT-Bereich, die sich speziell mit der Umsetzung der NIS2-Regelungen befasst.
  4. Beratung einholen: Prüfen Sie, ob externe Expertendienstleistungen notwendig sind, insbesondere wenn es um die Entwicklung von Sicherheitsstrategien und Compliance-Frameworks geht.
  5. Schritt für Schritt planen: Erstellen Sie einen detaillierten Zeitplan für die Umsetzung der NIS2-Vorgaben bis 2025.

Für ausführlichere Informationen empfehlen wir die offizielle Veröffentlichung der EU zum NIS2 und die BaFin-Leitlinien zur Informationssicherheit. Wenn Sie sich in der Entscheidung für externe Hilfe unsicher sind, sollten Sie die Komplexität Ihrer Infrastruktur und die dringenden Anforderungen an Ihre Compliance berücksichtigen. Ein schneller Erfolg, den Sie in den nächsten 24 Stunden erzielen können, ist die Erstellung einer Checkliste der dringendsten Anforderungen nach NIS2.

Häufig gestellte Fragen (400 Worte)

  1. Welche Rolle spielt die Führungsebene bei der Einhaltung von NIS2?
    Die Führungsebene hat die Aufgabe, die strategic direction für die Cyber-Sicherheitsmaßnahmen zu bestimmen und die Umsetzung der NIS2-Regelungen zu gewährleisten. Sie müssen sicherstellen, dass alle Aspekte der Informationssicherheit im Einklang mit den Vorgaben stehen und dass der Unternehmensbetrieb kontinuierlich überwacht und aktualisiert wird. Gemäß Artikel 13 der NIS2-Verordnung können Unternehmen ohne ausreichende Vorkehrungen gegen Cyber-Angriffe Bußgelder von bis zu 6.500.000 EUR oder 2 % des jährlichen Weltumsatzes befürchten.

  2. Wie kann ich sicherstellen, dass meine Organisation NIS2-konform ist?
    Stellen Sie sicher, dass Ihre Organisation ein umfassendes Compliance-Managementsystem hat, das regelmäßige Audits, Risikobewertungen und eine sich ständig weiterentwickelnde Sicherheitsstrategie umfasst. Dies sollte auch die Einhaltung der spezifischen Anforderungen der NIS2-Verordnung beinhalten, wie z. B. die Notwendigkeit, alle Cyber-Sicherheitsvorfälle innerhalb von 72 Stunden zu melden. Es ist ratsam, sich an externe Beratungsdienstleister zu wenden, wenn interne Ressourcen oder Expertise nicht ausreichen.

  3. Kann die Nichtbefolgung der NIS2-Vorschriften bereits vor der Gesetzgebung Strafgeldbescheide nach sich ziehen?
    Ja, die Verstöße gegen die NIS2-Vorschriften können bereits vor ihrer vollständigen Umsetzung Bußgelder nach sich ziehen. Gemäß der Verordnung können Unternehmen ohne ausreichende Vorkehrungen gegen Cyber-Angriffe Bußgelder von bis zu 6.500.000 EUR oder 2 % des jährlichen Weltumsatzes befürchten, sobald die Verordnung in Kraft tritt. Daher ist es wichtig, die Vorbereitungen auf die NIS2-Gesetze schnellstmöglich zu beginnen.

  4. Wie wichtig ist es, die NIS2-Richtlinien für die gesamte Organisation durchzusetzen?
    Es ist äußerst wichtig, die NIS2-Richtlinien nicht nur in der Führungsebene, sondern für alle Mitarbeiter zu verinnerlichen. Dies bedeutet, dass alle Beteiligten - von der Führungsebene bis hin zum Einstiegspersonal - die Bedeutung der Cyber-Sicherheit und die spezifischen Compliance-Anforderungen verstehen und umsetzen müssen. Dies trägt dazu bei, eine kulturelle Veränderung in Bezug auf die Informationssicherheit zu bewirken und das Risiko von Cyber-Bedrohungen zu verringern.

  5. Wie kann ich die Umsetzung der NIS2-Verordnung effektiv überwachen?
    Die effektive Überwachung der Umsetzung der NIS2-Verordnung erfordert ein robustes Compliance-Managementsystem, das regelmäßige Audits, Risikobewertungen und eine ständige Aktualisierung der Sicherheitsmaßnahmen umfasst. Es ist ratsam, ein dediziertes Team einzurichten, das sich mit der Überwachung und dem Berichtswesen über die NIS2-Konformität befasst. Dies kann durch die Verwendung von automatisierten Compliance-Tools wie Matproof erleichtert werden, die die Überwachung und das Sammeln von Beweisen von Cloud-Dienstanbietern automatisieren.

Schlüsselerkenntnisse (150 Worte)

In diesem Artikel wurde betont, wie wichtig es für die Führungsebene ist, sich aktiv an der Umsetzung der NIS2-Richtlinien zu beteiligen. Es wurde ein 5-Schritt-Plan vorgestellt, um mit den Anforderungen der NIS2-Verordnung zu beginnen. Es wurde auch auf die Bedeutung von Compliance und die Notwendigkeit hingewiesen, die NIS2-Richtlinien für alle Mitarbeiter durchzusetzen. Schließlich wurde geklärt, wie man die Umsetzung der NIS2-Verordnung effektiv überwachen kann.

Als nächstes sollten Sie mit der Umsetzung des Plans beginnen und die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit externen Beratungsdienstleistern, wie Matproof, in Betracht ziehen, um die automatisierte Erfüllung der NIS2-Richtlinien zu gewährleisten. Besuchen Sie https://matproof.com/contact für eine kostenlose Bewertung Ihrer NIS2-Konformität.

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